Wir waren noch nicht lange in Schwaben unterwegs, da machte
sich eine Macht bemerkbar, an welche wir nicht gedacht hatten
und deren Einfluss wir längere Zeit stark zu spüren bekamen,
ohne doch zu wissen, ob diese Macht eine freundliche oder
feindliche bedeute. Es war die Macht der KRONENWÄCHTER, welche
in jenem Lande seit alters das Andenken und Erbe der Hohenstaufer
bewahren. Ich weiß nicht, ob unsere Führer mehr darüber wussten
und Weisungen hatten. Ich weiß nur, dass uns von jener Seite
mehrmals Ermunterungen oder Warnungen zugekommen sind, so
auf jenem Hügel am Wege nach Bopfingen, wo ein eisgrauer
Geharnischter uns entgegentrat, bei geschlossenen Augen den
greisen Kopf schüttelte und alsbald ohne Spur wieder verschwunden
war. Unsre Führer nahmen die Warnung an, wir kehrten auf der Stelle
um und haben Bopfingen nicht zu sehen bekommen.
HERMANN HESSE: Die Morgenlandfahrt (1932)
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Der amerikanische Philosoph und Dichter Henry David Thoreau (1817 - 1862) kehrte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Zivilisation den Rücken und lebte über ein Jahr lang in den Wäldern nahe seiner Geburtsstadt Concord (Massachusetts). Das Zeugnis dieses "Experiments", wie Thoreau es nannte, sein Buch "Walden oder Leben in den Wäldern", ist, gleich ihm selbst, heute nahezu vergessen. Erfahren Sie bei KRONENWÄCHTER mehr über den "amerikanischen Diogenes". » Weiter zur Rubrik Philosophie
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Heiter oder nachdenklich, dokumentarisch oder poetisch, mitunter geheimnisvoll und mystisch wie die Wüste selbst: So präsentieren sich die "Geschichten aus dem Morgenland - Erinnerungen eines Gastarbeiters" von Adolf Schwarz.
"Es ist nicht das Arabien der Touristen, von dem ich berichten will", betont der Autor, "sondern jenes, das diesen verschlossen bleibt".
KRONENWÄCHTER veröffentlicht jede Woche eine der "Geschichten aus dem Morgenland", illustriert von zahlreichen Fotos aus den frühen Achtziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die Schwarz damals an den Originalschauplätzen aufgenommen hat.

"Meine Kunst", sagt Christoph Gross, Autor der bekannten Maschinen Gedichte "gibt, wie jene von Paul Klee, nicht Sichtbares wieder; sie macht sichtbar!"
Die Verbindung von archaischen Motiven mit Szenarien und Stilmitteln der Gegenwart führt den Leser durch das Medium einer ausdrucksstarken und suggestiven Sprache in die phantastische Welt moderner Mythen.
Der Schweizer Lyriker, Erzähler und Philosoph veröffentlicht ab März 2013 jeden Monat ein neues Gedicht - exklusiv auf KRONENWÄCHTER.

Kein anderer Schriftsteller hat die Weltliteratur - und, weit darüber hinaus: unser aller Leben - vergleichbar intensiv und nachhaltig geprägt wie Franz Kafka. In vielfacher Hinsicht ist er Beginn, Höhepunkt und Finale eines Phänomens, das wir die "Moderne Kunst" nennen, wobei dieser Begriff, allzu allgemein, allzu distanziert, fast steril sogar, nicht einmal annähernd den Grund der Faszination zu erfassen, geschweige denn zu erklären vermag, die seine seltsam surrealen Bilder noch heute auf den Leser ausüben ...